Bahnstrecke Caserta–Foggia
Die Bahnstrecke Caserta–Foggia ist eine italienische Eisenbahnstrecke, die die Provinzstädte Caserta in Kampanien und Foggia in Apulien verbindet. Sie wird betrieben von der staatlichen italienischen Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato und gilt als Hauptverkehrsachse[2] zwischen dem Tyrrhenischen Meer und der Adria in Süditalien. GeschichteBauDie Konzession für den Bau und Betrieb der Eisenbahnstrecke, erfolgte durch den parlamentarischen Beschluss vom 21. August 1862.
AusbauElektrifizierungDie Bahnstrecke Benevento–Foggia war die erste Linie, die mit den auch heute noch üblichen 3000 Volt Gleichstrom elektrifiziert wurde. Die Oberleitungen wurden zwischen 1923 und 1928 installiert. In der Folge setzte die Staatsbahn auf der Strecke die für den Güter- und Personenverkehr neu konzipierte Elektrolokomotive E.626 ein. Die Elektrifizierung wurde bis in das Jahr 1931 nach Neapel fortgeführt. ZweigleisigkeitIn den neunziger Jahren begannen die Arbeiten für ein zweites Gleis. Am 3. Dezember 1997 wurde eine zum Teil neue zweigleisige Trasse zwischen dem Bahnhof Ponte-Casalduni und Apice eingeweiht, die die bisherige stark gewundene Trasse ersetzte. Der Bahnhof Vitulano-Foglianise wurde durch den neuen Bahnhof Vitulano ersetzt. Im übrigen Verlauf ist die Strecke eingleisig. StreckenverlaufDer Bahnhof von Caserta an der Bahnstrecke Rom–Cassino–Neapel wird ostwärts verlassen, um – an den Hängen des Monte San Michele ansteigend – über Maddaloni Richtung Aquädukt von Vanvitelli und Valle di Maddaloni ins weite Tal des Volturno und weiter des Calore nunmehr nordostwärts zu gelangen. Das Valle Tenesina nördlich des Kalkmassivs Taburno Camposauro wird nun nördlich am Talboden umfahren und Benevento als Hauptstadt der gleichnamigen Provinz erreicht, wobei der letzte Bergsporn im Zuge des Ausbaus der Strecke bereits durch die 4 Kilometer lange Galeria San Vitale unterfahren wird. Im Bahnhof Benevento fädelt die Strecke aus Cancello ein und auch die Bahnstrecke Salerno–Avellino–Benevento. Im Calore-Tal, nunmehr Media Valle del Cadore genannt, geht es weiter Richtung Osten, kurz wird die Niederung der Ufita genutzt, ehe vor dem Bahnhof Corsano nordwärts im Tal des Miscano der Aufstieg zur Überwindung des Apenninkamms erfolgt. Der Sattel von Ariano als wichtigster Übergang des Kampanischen Apennins wird bei Ariano Irpino in einem 3 Kilometer langen Tunnel durchbrochen, um hernach, das Tal des Cervaro nutzend, beim Bahnhof Bovino-Deliceto, am Fuße des Gebirges weiter ostwärts in die Ebene von Foggia zu gelangen. Dabei nimmt sie südlich des Endpunktes noch die Strecke aus Potenza auf und mündet schließlich in die Ferrovia Adriatica Ancona–Lecce ein. ZukunftDie Strecke soll in den nächsten Jahren insgesamt zweigleisig ausgebaut und für den Hochgeschwindigkeitsverkehr ertüchtigt werden. Dabei soll sie insbesondere als Verbindung des TEN-Projektes Nr. 1, der Eisenbahnachse Berlin–Palermo, als Anschluss zum Paneuropäischen Verkehrskorridor VIII dienen. Ende Juni 2017 wurde das zweite Streckengleis zwischen Cervaro und Bovino in Betrieb genommen, dieser Abschnitt ist als erstes Teilstück der Strecke zweigleisig und mit bis zu 200 km/h befahrbar. Für die östlichen Abschnitte Neapel–Cancello und Cancello–Frasso Telesino sind die Aufträge bereits vergeben worden, die Arbeiten an diesen Abschnitten sollen bis 2022 beendet sein. Ab 2019 sollen die Ausbauarbeiten auf der gesamten Strecke begonnen haben.[5] WeblinksCommons: Bahnstrecke Caserta–Foggia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
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