Bertrand ließ sich dauerhaft in Düsseldorf nieder (Jahnstraße 43, Düsseldorf-Oberkassel) und beteiligte sich mit seinen Arbeiten seit 1902 an zahlreichen bedeutenden Ausstellungen. Die Darstellung von Motiven aus dem Klosterleben, die er koloristisch wirkungsvoll komponierte, nehmen in seinem Werk einen besonderen Platz ein. 1908 bis 1917 war er Mitglied des Künstlervereins „Malkasten“ in Düsseldorf. Während der Zeit des Nationalsozialismus war Bertrand von 1937 bis 1941 jährlich auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen in München mit insgesamt fünf Ölgemälden vertreten, von denen Hitler 1938 Weißnäherinnen[3] und 1940 Stickendes Mädchen (50 × 60 cm; heute im Bestand des Deutschen Historischen Museums)[4] erwarb.
Bertrand, Alexander. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band1: A–D. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S.105 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
Bertuch, Walter. Köln. In: Künstler und Künstlerinnen der Düsseldorfer Malerschule – Kunstpalast (kunstpalast.de › pdf › Knstlerliste-der-Dsseldorfer-Malerschule)
Marlies Schmidt: Die „Große Deutsche Kunstausstellung 1937 im Haus der Deutschen Kunst zu München“. Rekonstruktion und Analyse (opendata.uni-halle.de › bitstream › Dr_Marlies_Schmidt_HE)
↑A. Bertrands »Junge Bäuerin« und die Dame »am Tisch« betrügen nicht, sondern lassen den herangelockten Beschauer gerne verfolgen, mit welcher Überlegung, Sinnigkeit und Liebe da komponiert und gezeichnet worden ist. In: Beilage zu Die Christliche Kunst, 3. Jahrgang, Heft 1, 1. Oktober 1906.
↑N.N. Ein Blick in die Städtische Galerie zu Düsseldorf (Neuerwerbung). In: Gesellschaft für christliche Kunst GmbH, München (Hrsg.): Die Christliche Kunst. Monatsschrift für alle Gebiete der Christlichen Kunst und der Kunstwissenschaft sowie für das gesamte Kunstleben. 3. Jahrgang, 1906/07. Alphons Bruckmann, München, Abb. S. 27: …der heilige, harmonische, überirdisch gestimmte Friede in der stillen Klosternacht, wo die Fratres, jeder mit seiner besonderen Innigkeit und Frömmigkeit die hl. Kommunion empfangen; das bräunliche Dunkel der Kirche ist nur durch die ewige Lampe und zwei Kerzen beim Tabernakel erhellt und geht seitwärts in ein wundersam tiefes Blau — es sind Blumen — über, als in die Farbe des Glaubens.