TahmineTahmine oder Tahmina (persisch تهمينه Tahmīne, DMG Tahmīna) ist eine weibliche Heldenfigur aus dem iranischen Nationalepos Schāhnāme von Firdausi, Tochter des Königs von Samangan, Ehefrau Rostams und Mutter von Sohrab. Tahmine, Rostam und SohrābRostam, der alles überstrahlende Held aus Firdausis Schahname begibt sich mit seinem Pferd Rachsch auf die Jagd. Bei einer Rast schläft Rostam ein und herannahende Türken entführen das Pferd und bringen es zu mehreren Stuten, um aus dem Pferd Rostams Nachkommen zu züchten. Rostam begibt sich auf der Suche nach Rachsch in die nahegelegene Hauptstadt von Samangan. Er wird von dem König von Samangan festlich empfangen. Um Mitternacht begibt sich die Tochter des Königs von Samangan, Tahmīne, ins Schlafgemach von Rostam. Friedrich Rückert schildert die Szene in seiner Nachdichtung wie folgt:
Tahmīne gesteht Rostam ihre Liebe und nach Rücksprache mit dem Vater von Tahmīne, dem König von Samangan, werden die beiden ein Paar. Am nächsten Tag verlässt Rostam Tahmīne und kehrt in den Iran zurück. Er lässt ihr zum Zeichen seiner Liebe ein Armband als Geschenk. Neun Monate später kommt ihr Sohn Sohrāb zur Welt. Tahmīne erzieht Sohrab als Fürstensohn und als Sohrāb erwachsen wird, und nach seinem Vater fragt, gibt Tahmīne Sohrāb das Armband als Geschenk seines Vaters Rostam. Sohrāb will in den Iran ziehen, seinen Vater besuchen und für ihn um den Thron Irans kämpfen. Kai Kawus, der Schah von Iran, ruft nun seinerseits Rostam zu Hilfe, da er einen feindlichen Angriff vermutet. Am Ende kommt es zu einem entscheidenden Zweikampf zwischen Rostam und Sohrāb bei dem Rostam Sohrāb tötet. Im Sterben eröffnet Sohrāb dem völlig überraschten Rostam, dass er, Sohrāb sein Sohn sei. Als Erkennungszeichen übergibt er ihm den Armreif, den Rostam einst Tahmīne geschenkt hatte. Rostam lässt seinen Sohn in seine Gruft überführen und zieht sich für einige Zeit in die Einsamkeit zurück, um den Tod seines Sohnes zu betrauern. Er wagt es nicht, Tahmīne die schlechte Nachricht persönlich zu überbringen, sondern sendet seinen Bruder:
Literatur
Siehe auchWeblinkEinzelnachweise |
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