Tényő
Tényő (deutsch: Tennendorf) ist eine ungarische Gemeinde im Komitat Győr-Moson-Sopron am südöstlichen Rand des Kisalföld und liegt 18 km südlich von Győr. LageAm südöstlichen Rand der Kleinen Tiefebene Kisalföld zieht sich der letzte nördliche Ausläufer des Bakony – Sokorói-dombság – hin, ein Hügelland mit Löss und Sandboden. Im Tal zwischen dem Ravazd-Csanaker und dem Sokoróer Hügel befindet sich Tényő. Die Siedlungsstruktur von Tényő scheint ganz ungeordnet zu sein. Früher bauten die Einwohner ihre Häuser in kleinen Tälern zwischen den Hügeln. Heutzutage baut man meistens in der Mulde. So ist der eine Teil des Dorfes eine völlig neue Siedlung, aber der ursprüngliche Kern der Gemeinde bewahrte die schönen traditionellen Baudenkmäler. Tényő ist von der 83. Hauptstraße (Győr – Pápa) aus über eine Nebenstraße zu erreichen. GeschichteDer Ort gehörte zum Besitz der Abtei Pannonhalma, sein Name wird erstmals anlässlich einer königlichen Ort-Registrierung als Soccoru, später dann als Socru erwähnt. Im Leben der Bevölkerung war der Weinanbau von großer Bedeutung. Der am Várhegy wachsende Burgunder (Wein) ist diejenige Traubensorte, aus der der berühmte Tényőer Rotwein entstand, der auf der Weltausstellung 1937 in Paris eine Goldmedaille gewann. Das Heimathaus findet man in der Straße Kétsor 18. Volkstümliche Wohnhäuser mit Schilfdach können außerdem in mehreren Straßen der Gegend besichtigt werden. Die Wälder gehören zum Landschaftschutzbereich Pannonhalma. Sehenswürdigkeiten
Die Römisch-katholische Pfarrkirche gehört zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde (győri Straße 53.) Die 1753 im Barockstil gebaute Kirche wurde im romantischen Stil umgebaut. Ihre Fassade wurde mit einem Turm versehen. Ihr Kirchenschiff mit Flachdecke ist vom schmalen Chor durch einen Triumphbogen getrennt. Die Haupt- und Nebenaltäre sind neogotischen Stils. Neben der Kirche stehen links ein barockes Denkmal aus Sandstein und rechts ein Steinkreuz.
In dem von Einheimischen "pere" genannten Ortsteil befindet sich die Evangelische Kirche.
In den Tälern zwischen den Hügeln zur Raab hin befinden sich Dörfer, Berggemeinden und besiedelte Weinberge. Die schönsten Beispiele des Baustils „Kisalfölder Hausgegend“ kann man in der Umgebung vom Sokoró sehen. Bestimmend für den Stil sind weniger die Baumaterialien, sondern eher die Einteilung, Feuerungsanlagen, Kamin. Solche dreiteiligen Häuser wurden vom 17. Jahrhundert an gebaut, die die folgenden Eigenheiten aufweisen: Zentraleingang, offener Kamin, geschlossene Feuerungsanlage, scherenförmiges Dachwerk. Volkstümliche Wohnhäuser mit Rohrdach sind noch in den folgenden Straßen zu sehen:
Quellen
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