Scher studierte an der Tyler School of Art in Elkins Park, Pennsylvania, und erhielt 1970 den Bachelor of Arts. Sie zog nach New York City und nahm ihre erste Anstellung als Layouterin für die Random Houses Kinderbuchabteilung an. Ab 1972 arbeitete sie für acht Jahre bei CBS Rekords und entwarf legendäre Albumcover-Designs. Mit dem Designer und Kollegen Tyler Koppel war sie 1984 Mitbegründerin von Koppel & Scher. 1991 wurde sie in New York die erste Direktorin bei Pentagram.
Darüber hinaus unterrichtete sie über zwei Jahrzehnte an der School of Visual Arts und zeitweise an der Yale University, der Tyler School of Arts und der Cooper Union. Ihre Arbeiten werden im New Yorker MoMA, im Museum für Gestaltung und in der Library of Congress in Washington, DC, gezeigt. Sie designte unter anderem für das Public Theatre, das MoMA, das New York City Ballet und die Metropolitan Opera. Für Microsoft entwarf sie ein neues Logo für Windows 8 und Office 2010.
Neben ihrer Arbeit als Designerin malt und zeichnet Scher seit den frühen 1990er Jahren Karten. Mit diesen Werken, die als Kunstwerke kartografisch nicht korrekt sind und zusätzlich oft wie Infografiken Themen aus dem Tagesgeschehen aufgreifen, drückt sie ihre subjektive Sicht auf die Welt aus. Schers Begeisterung für Karten führt sie auf ihre Kindheit zurück: Ihr Vater, als Bauingenieur im Geologischen Dienst auf Photogrammetrie spezialisiert,[1] zeigte ihr Luftbildkarten, mit deren Bildsprache sie zu experimentieren begann.[2]
Op-Art: Diagram of A Blog. New York Times, 5. April 2007
Better Signs of Trouble. New York Times, 13. September 2009
Literatur
Gerda Breuer: Her Stories in Graphic Design. Dialoge, Kontinuitäten, Selbstermächtigungen. Grafikdesignerinnen 1880 bis heute. Jovis Verlag GmbH, Berlin 2023, ISBN 978-3-86859-773-8, S.328.
↑CV. In: Stendhal Gallery. 9. Februar 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. Februar 2010; abgerufen am 28. Juni 2023 (englisch).Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/stendhalgallery.com
↑Paula Scher. In: AIGA Houston. Abgerufen am 28. Juni 2023 (englisch).