Mark Gerstorfer wuchs in Österreich und Bayern auf. Als Kind besuchte er eine Klosterschule. Nach einer Lehre als Chemiefacharbeiter machte er sein Abitur in Altötting in Oberbayern. Er absolvierte sein Fotografie-Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien, ehe er sich an der Filmakademie Wien einschrieb, um unter der Anleitung von Michael Haneke Regie zu studieren. Er erhielt das START-Stipendium des Bundeskanzleramts[1] sowie das Jahresstipendium des Landes Salzburg. Er schloss sein Regiestudium an der Wiener Filmakademie in der Meisterklasse für Regie mit Auszeichnung ab.
Mark Gerstorfer lebt und arbeitet in Wien.
Sein Film Erlösung[2] wurde auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und mehrmals ausgezeichnet.[3] Des Weiteren verfilmte er den Comic TNT – Eine Boxerstory des österreichischen Comicautors Nicolas Mahler. Die Hauptrolle spielte der zweifache Boxweltmeister Graciano Rocchigiani. Es handelte von dessen einzigen Auftritt als Schauspieler in einem Film. Er starb kurz nach der Weltpremiere beim Montreal World Film Festival durch einen Verkehrsunfall.[4] Der Film hatte seine deutsche Uraufführung bei den Hofer Filmtagen.
Sein Film „Die unsichtbare Grenze“ wurde weltweit auf verschiedenen Festivals gezeigt und prämiert. „Die unsichtbare Grenze“ handelt von der Abschiebung einer kosovarischen Familie durch die Polizei und schildert den Einsatz aus der Perspektive der schwarzen Polizistin Nancy und ihrem Dilemma zwischen Pflicht und Humanität.[5]
Der Film gewann Gold bei den Student Academy Awards; Gerstorfer ist damit der erste österreichische Staatsbürger, welcher diesen Preis erhielt.[6] Der Kurzfilm „Die unsichtbare Grenze“ schaffte es in der Kategorie „Best Live Action Short“ unter die letzten 15 Kurzfilme für den Oscar. Zudem gewann er den Preis für den besten Kurzfilm beim Österreichischen Filmpreis 2024.
Filmografie (Auswahl)
Regie
Lebensretter Konstantin (2011)
Erlösung (2014)
TNT Boxerstory (2018)
Die unsichtbare Grenze (2022)
Kamera
Kommt ein Sonnenstrahl in die Tiefkühlabteilung und weicht alles auf (2010)
Zwölf Explosionen (2011)
RaumZeitHund (2011)
A to A (2011)
Produzent
A to A (2011)
Ehrungen und Auszeichnungen
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„Lobende Erwähnung Österreich Wettbewerb“ (VIS – Vienna Independent Shorts, 2014)