Eleonore Barbara von Thun und HohensteinGräfin Eleonore Barbara von Thun und Hohenstein (Eleonora Barbara Catharina; * 10. November 1661 in Prag; † 9. Februar 1723 in Wien) war durch Heirat Fürstin von Liechtenstein. BiografieEleonore Barbara war die älteste Tochter des Grafen Michael Oswald von Thun und Hohenstein (1631–1694), kaiserlicher Kammerherr und Berater, und dessen erster Gemahlin Elisabeth, geborene Gräfin zu Lodron (1635–1688). Am 15. Oktober 1679 heiratete sie in Mariaschein Fürst Anton Florian von Liechtenstein (1656–1721), Sohn des Fürsten Hartmann von Liechtenstein (1613–1686) und dessen Gemahlin Sidonia Elisabeth, geborene Altgräfin zu Salm-Reifferscheidt (1623–1688). Aus der Ehe gingen fünfzehn Kinder hervor. Sie begleitete ihren Gemahl auf dessen diplomatischen und politischen Missionen in Rom und Barcelona. Während des Aufenthalts in Rom widmete ihr Arsenio di San Antonio sein 1693 erschienenes Andachtsbuch Stimulo di divotione verso la santissima Vergine e suo sacro scapolare. Nach dem Tod ihrer jüngeren Schwester Maria Magdalena kam sie 1703 in den Besitz der mährischen Herrschaft Kunewald.[1] 1709 erwarb sie von ihrem Vetter Graf Romedius Johann Franz von Thun und Hohenstein Schloss Hetzendorf, das sie gemeinsam mit ihrem Gemahl von Johann Lucas von Hildebrandt ausbauen und einen Park im französischen Stil anlegen ließ.[2] Nach zwei Jahren Witwenschaft verstarb sie 1723 in Wien. Ihr Leichnam wurde in der Paulanerkirche in Wien-Wieden bestattet. Die Krypta wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts geschlossen und ihr Grab gilt seitdem als verschollen. Nachkommen
Siehe auchLiteratur
Einzelnachweise
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