Die Gemarkung der Gemeinde liegt auf einer Höhe zwischen 800 und 1130 m ü. NN. im Bregtal, einem der Quellgebiete der Donau.
Gemeindegliederung
Die Gemeinde Eisenbach (Hochschwarzwald) besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Bubenbach, Eisenbach, Oberbränd und Schollach.
Zur ehemaligen Gemeinde Bubenbach gehören das Dorf Bubenbach und die Wohnplätze Kreuzdobel (Josengäßle), Rappenloch, Schwarzkreuzwirtshaus und Steingremmen.
Die ehemaligen Gemeinden Eisenbach und Oberbränd bestehen nur aus den Dörfern gleichen Namens.
Zur ehemaligen Gemeinde Schollach gehören der Weiler Mittelschollach, die Zinken Felsental-Blessinghof, Hinterschollach, Süßenbach und Unterschollach.[2] Die ehemalige Gemeinde Schollach ist eine Ortschaft im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzendem.
Wappen der Gemeindeteile
Eisenbach, altes Wappen
Bubenbach
Oberbränd
Schollach
Geschichte
Eisenbach verdankt seinen Namen dem Brauneisenstein und Pyrolusit, der von 1478 mit Unterbrechungen bis 1942 hier abgebaut wurde. Pyrolusit war einst wichtig zur Herstellung von farblosem Schwarzwaldglas, das vorher als grünliches Waldglas bekannt war. Im 18. Jahrhundert kam das Handwerk der Uhrmacherei auf, das sich im 19. Jahrhundert zu einer wichtigen Industrie der Ortschaften entwickelte. Heute hat sich daraus eine Industrie für Feinmechanik, Präzisionsdrehteile, Getriebe und Armaturen entwickelt.
Eingemeindungen
Bei der Gebietsreform in Baden-Württemberg schlossen sich am 1. November 1972 die ehemaligen Gemeinden Eisenbach, Bubenbach und Oberbränd zur neuen Gemeinde Eisenbach zusammen.[3] Schollach wurde am 1. Januar 1975 eingemeindet und die Gemeinde in Eisenbach (Hochschwarzwald) umbenannt.[4]
Politik
Die zwölf Gemeinderäte wurden bei der Kommunalwahl vom 26. Mai 2019 bei einer Wahlbeteiligung von 63,8 % (2014: 56,3 %) durch Mehrheitswahl neu gewählt. Unter ihnen ist eine Frau. Zusätzlich gehört dem Gemeinderat als stimmberechtigter Vorsitzender der Bürgermeister an. Bürgermeister ist seit 2020 Karlheinz Rontke.
Wirtschaft und Infrastruktur
In Eisenbach war traditionell die Uhrmacherei stark vertreten. Die Gemeinde liegt an der Deutschen Uhrenstraße. Im April 2019 fand zum 22. Mal die Internationale Antik-Uhrenbörse in Eisenbach statt.[5]
Heute (2019) gibt es in Eisenbach ein Cluster aus neun großen Industrieunternehmen und zahlreichen kleineren Unternehmen, die (teils mehrschichtig) Zahnräder, Präzisionsdrehteile, Getriebe und Armaturen produzieren. 2012 gab es über 1500 Beschäftigte, davon 1100 Einpendler.[6] Der Beschäftigungsgrad im produzierenden Gewerbe ist für den stark touristisch geprägten Schwarzwald ungewöhnlich hoch.[7]
Der Tourismus in der als Luftkurort anerkannten Gemeinde gilt als wirtschaftlich unbedeutend.
Eisenbach verfügt über einen Skihang mit Flutlicht und einem Schlepplift sowie einem Tellerlift.[8]
↑Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2, S. 174–176.