Insgesamt wurden 3949 Maschinen dieser Baureihe hergestellt. Damit zählt die SD40-2 zu den meistgebauten Diesellokomotiven der Welt. Aus dieser Baureihe wurde die British RailClass 59 abgeleitet.
Offizielles Ende der Produktion war 1986, jedoch wurden 1988 und 1989 noch 25 aus der SD40-2 abgeleitete Maschinen an die CP-Rail mit breitem (Sicherheits-)Führerhaus und geschlossenem Fahrzeug-Aufbau als SD40-2F geliefert.
Die SD40-2 ist eine Weiterentwicklung der Baureihe EMD SD40. Hierbei setzte sich bei EMD erstmals ein modularer Aufbau der Komponenten durch. EMD bot die Dash 2-Modelle (englisch für „Strich 2“) analog zum Vorgänger in drei Leistungsklassen an. Neben der EMD SD40-2 (3000 hp, 2200 kW) wurden eine schwächere (EMD SD38-2, 2000 hp, 1490 kW) und eine stärkere (EMD SD45-2, 3600 hp, 2650 kW) Schwesterbaureihe entwickelt.
Konstruktion
Wie bereits bei der Lokomotivfamilie EMD SD38, EMD SD40 und EMD SD45 sind alle drei Baureihen auf einem identischen Rahmen aufgebaut. Hierdurch waren die drei Baureihen gleich lang. Im Vergleich zu den Vorgängerbaureihen ist dieser jedoch um 0,91 Meter verlängert. Hingegen wuchs der lange Aufbau nur um 0,41 Meter, wodurch sich ein großer Überhang des Lokomotivrahmens ergab. In allen Dash 2-Baureihen wurden neuentwickelte Drehgestelle eingebaut, welche – nach Angaben des Herstellers – im Vergleich zu den Vorgängern höhere Zugkraft liefern.
Die SD38-2 und SD40-2 benutzen denselben Dieselmotor-Typ EMD 16-645E3. Die Typbezeichnung EMD 645 bedeutet, dass der Motor einen Hubraum pro Zylinder von 645 Kubikzoll hatte. Die Maschinen der Baureihen SD40-2 und SD38-2 besaßen 16-Zylindermotoren. Der Motor der SD 45 hingegen besitzt 20 Zylinder. Wegen der längeren Kurbelwelle beim 20-Zylinder-Motor der SD45 bzw. SD45-2 kam es immer wieder zu mechanischen Problemen, so dass bei späteren Umbauten zahlreiche Lokomotiven dieser Typen auf den schwächeren, aber zuverlässigeren 16-Zylinder-Motor umgerüstet wurden.
Im Gegensatz zur SD38-2 ist der Motor der SD40-2 aufgeladen, um eine höhere Leistung zu erzielen.
Augenfälligstes Unterscheidungsmerkmal der SD40-2 im Vergleich zur SD 38-2 ist die Anzahl der Dachlüfter am Ende des Fahrzeuges. Während die SD38-2 nur zwei Lüfter benötigt, wurde die SD40-2 mit drei Lüftern ausgestattet.
CP-Rail #9011, eine der 1988–1989 gelieferten SD 40-2F
Literatur
Pinkepank, Jerry A.; The Second Diesel Spotters Guide; Kalmbach Publishing Co. Milwaukee; 4. Auflage 1980; ISBN 0-89024-026-4
Louis A. Marre und Paul K. Withers: The Contemporary Diesel Spotter's Guide. Year 2008 Edition. Withers Publishing, Halifax, PA 2008, ISBN 1-881411-53-2.