Zittel verwandelt ihre Werke, die aus Skulpturen und Installationen, aus Einrichtungsgegenständen und Kleidungsstücken bestehen, in eine bewohnbare, artifizielle Welt, in der sich die Grenzen zwischen Kunst und Leben verwischen und die ein eigenes soziales Umfeld entstehen lassen.
Angeregt durch modernes Design und Architektur und die Arbeiten der Bauhaus-Künstler wie Anni und Josef Albers, die österreichische Architektin Margarete Schütte-Lihotzky, die Amerikaner Richard Buckminster Fuller und die Möbel-Designer Charles und Ray Eames gestaltet sie mit spielerischem Witz aus diesen handgefertigten Objekten und Installationen Wohnmodelle („Living Units“) als autonome Lebensbiotope.
1994 bezog sie ein dreistöckiges Gebäude in Brooklyn, New York, das sie „A-Z East“ nannte und das ihr sechs Jahre für experimentelle Forschungen als Werkstatt und Projektraum diente. In ihm erforschte sie die Ess-, Schlaf-, Bekleidungs- und Waschgewohnheiten der temporären Bewohner.[1] 1999 zog sie mit ihrem Projekt „A-Z West“ auf ein 10 Hektar großes Gelände in der kalifornischen Mojave-Wüste bei Joshua Tree, wo sie ihre „Experiments in Living“ weiterentwickelte.