Nach dem Besuch der Marquard-Mittelschule und einer Plakatmalerlehre begann er ein Studium an der Hansischen Hochschule für Bildende Künste in Hamburg (1934–37). 1938 erfolgte die Umschulung zum Technischen Zeichner und Dienstverpflichtung zur Germaniawerft in Kiel und zur Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik in Lübeck-Schlutup. Ab 1945 war er als selbständiger Graphiker für Gebrauchsgraphik und freischaffender Künstler in Lübeck tätig. 50 Jahre lang hat er die Geschichte der Hansestadt mitbegleitet und für Lübeck Gedenktafeln, Urkunden, Medaillen und vieles mehr gestaltet. Der Graphiker war verheiratet mit Lotte Müller-Fried, geb. Freelandt, und Vater von drei Töchtern und einem Sohn.
Künstlerische Mitgliedschaften
Mitgliedschaft in der Gemeinschaft Lübecker Maler und Bildhauer e. V.
1958/59 Wandbildmalerei (Kombiauftrag Walter Jahn/Herbert Müller-Fried) in der Otto-Anthes-Schule
1958/1959 Mosaik-Logo der Löwen-Apotheke in der Königstraße
1963/1964 Vorlagen für die Bronzetürgriffe an der Friedrich-von-Bodelschwingh-Kirche, Beethovenstraße
1974 Erinnerungstafel „Wiedervereinigungsgebot“ am Kanzleigebäude in Lübeck, ergänzt 1993[3]
1985 Gestaltung der Gedenktafel im Lübecker Rathaus für die Bürgerschaftsmitglieder, die Opfer des Nationalsozialismus wurden (unter Ministerpräsident Engholm in Auftrag gegeben)
Ausstellungen
1955 Ausstellung der Plakate für die Overbeck-Gesellschaft im Stadthallen-Studio[4]
Schriften
Thomas Mann: Tonio Kröger. Faksimileausgabe des 1950 handgeschriebenen Textes von Herbert Müller-Fried, der auch den Einbandtitel gestaltete. Zeichnungen: Hans Peters, hrsg. vom Buddenbrookhaus. Schmidt-Römhild, Lübeck 1993.[5]
Literatur
Der Lübecker Grafiker Herbert Müller-Fried wird 90 – Ein Stück Geschichte. In: Lübecker Nachrichten. 23. Juli 2002
↑Handwerkskammer Lübeck (Hrsg.): Journal. März 1996: Dank an den Grafiker Herbert Müller-Fried. (Danksagung für 40 Jahre Gestaltung und handschriftliche Erstellung der Ehrenurkunden der Handwerkskammer)
↑Mahnmal: Schwedischer Granit oder eine schlichte Natursteinplatte. In: Lübecker Nachrichten. 21. Januar 1974 Brauchen wir dieses Mahnmal noch? In: Lübecker Nachrichten. 27. März 1993.