Broitzem
Broitzem [Stadtteil Braunschweigs, sechs Kilometer südwestlich der Innenstadt. Broitzem hat 6.145 Einwohner.[1] Der Stadtteil bildete bis 2021 den gleichnamigen Stadtbezirk 223 und ist seitdem Teil des Stadtbezirks Südwest.[2] ] ist einGeographieDer Ort befindet sich mitten zwischen dem im Norden verlaufenden Fuhsekanal und dem im Süden liegenden Steinberg. Nachbar-Stadtteile sind im Norden die Weststadt, im Westen Stiddien, im Osten Rüningen und im Süden Geitelde. Geschichte
1160 fand der Ort erste urkundliche Erwähnung als Brochem. Dieser Namen wird hergeleitet von brok für „feuchte Wiese“ und hem, was für „Siedlung“ stehen soll. 1179 wird der Ort als Brotseim und 1552 als Broizem erwähnt. Die reichsfreien Edelherren von Meinersen waren in Brotsem begütert. Laut ihrem Lehnsregister gaben sie eine Hufe und drei Hofstellen mit aller Frucht und allem Nutzen an Wald und Wiese als Lehen an ihren Knappen Achilles von Kniestedt, dem sie das Gut 1242 abkauften und dem Kloster St. Ägidien in Braunschweig schenkten. Um 1280 gaben die Edelherren sechs Hufen als Lehen an die Braunschweiger Bürger Hermann Stapen und seine Brüder.[3] Durch die Nähe zu Braunschweig wurden Teile der Broitzemer Ländereien ab 1384 in die Braunschweiger Landwehr einbezogen, während der Ort nie Teil der Landwehr wurde. Am Ende des 18. Jahrhunderts hatte der Ort circa 400 Einwohner. Nördlich der Kirche befanden sich im alten Ortskern die größeren Ackerhöfe, während sich die Landarbeiter westlich des Ortskerns angesiedelt hatten. Der Kirchenbau der Jahre 1469 bis 1480 wurde 1792 bis 1797 durch die Kammerbaumeister Heinrich Ludwig Rothermundt und Martin Carl Jakob Fricke umgebaut. Ab circa 1850 siedelte sich im Ort mit einer Zuckerfabrik und einer Ziegelei Industrie an. Auch kamen kleinere Handwerksbetriebe hinzu. 1916 wurde auf dem Gebiet der heutigen Weststadt der Flugplatz Broitzem gebaut, auf welchem die Lufthansa von 1929 bis 1934 Piloten ausbildete. Von 1934 bis 1945 bildete die Luftwaffe dort Fallschirmjäger aus. Reste dieser Anlagen sind in der heutigen Weststadt zu finden (Kasernenanlagen Bereich Ludwig-Winter-Straße). 1934 wurde der nördlich der Bahnstrecke Hannover–Braunschweig gelegene Teil des Gemeindegebiets nach Braunschweig eingemeindet. 1974 folgte der Ort. Die bis dahin selbständige Gemeinde Broitzem ging in der Stadt Braunschweig auf.[4] PolitikWappen
Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
Auf dem Steinberg wurde auf einer Höhe von 102,70 m.ü.NN.1957 ein Wasserturm errichtet. Nachdem er für die Nutzung im Rahmen der Wasserversorgung durch verbesserte Pumpenanlagen überflüssig wurde, ist er 1994–96 zu einem Wohngebäude umgebaut worden.
Auf dem Steinberg befindet sich eine Sendeanlage der Deutschen Telekom. Der Fernmeldeturm (52° 13′ 37,13″ N, 10° 28′ 27,26″ O ) wurde 1971 erbaut und ca. 1987 im Rahmen der Einführung des Privatfunks auf seine heutige Höhe von 154,65 m aufgestockt. Er ist damit das zweithöchste Bauwerk der Stadt. Das Betriebsgeschoss liegt 78 m über dem Boden. Der Turm dient zu Richtfunkzwecken sowie zur Verbreitung von Hörfunk- und TV-Programmen.
Die Versöhnungskirche in Broitzem wurde in den Jahren 1469–1480 errichtet. SportIn Broitzem sind folgende Sportvereine ansässig:
Wirtschaft und InfrastrukturNeben einem breitgefächerten Angebot an Einzelhandel hat sich in Broitzem eine Vielzahl an Kleingewerbe angesiedelt. Verkehr
Persönlichkeiten
Literatur
WeblinksCommons: Broitzem – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
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